Datenschutzerklärung

Stand: 25. August 2026

Kurz vorweg

Mikrolot hält fest, was du isst, und rechnet daraus, wo du bei 45 Nährstoffen stehst. Das sind Angaben über deine Gesundheit, und sie werden entsprechend behandelt.

Die drei Sätze, auf die es ankommt:

Alles Weitere im Einzelnen.

1. Wer verantwortlich ist

Verantwortlich für die Verarbeitung im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO:

Leon Pieper
Desenißstraße 36
22083 Hamburg
Deutschland

E-Mail: kontakt@mikrolot.de
Kontaktformular: https://mikrolot.de/kontakt/

Einen Datenschutzbeauftragten haben wir nicht benannt; wir sind dazu derzeit nicht verpflichtet. Für Fragen zum Datenschutz erreichst du uns unter der E-Mail-Adresse oben.

2. Warum diese Erklärung ausführlich ist

Was jemand isst, wie viel er wiegt und welche Präparate er nimmt, sind Gesundheitsdaten — Art. 9 Abs. 1 DSGVO nennt sie „besondere Kategorien personenbezogener Daten“. Für sie gilt ein Verarbeitungsverbot mit Erlaubnisvorbehalt: Sie dürfen nur verarbeitet werden, wenn eine der Ausnahmen des Art. 9 Abs. 2 greift.

Deshalb steht unten bei jeder Datenart, wozu sie verarbeitet wird und auf welcher Grundlage — und deshalb ist die Erklärung länger als bei einer gewöhnlichen Website.

3. Welche Daten wir verarbeiten, wozu und auf welcher Grundlage

3.1 Dein Konto

Was: Deine E-Mail-Adresse. Wenn du eines setzt, zusätzlich ein Passwort — das wird bei unserem Konto-Dienstleister ausschließlich als kryptografischer Hashwert gespeichert und ist für uns nicht lesbar. Dazu die technischen Kennungen deiner Sitzung und der Zeitpunkt deiner letzten Anmeldung.

Wozu: Damit du dich anmelden und deine Daten auf mehreren Geräten benutzen kannst.

Grundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO — die Verarbeitung ist zur Erfüllung des Nutzungsverhältnisses erforderlich.

3.2 Was du isst

Was: Deine Mahlzeiten je Tag, mit Uhrzeit und Mahlzeitart. Dazu der Satz, den du eingetippt oder gesprochen hast, in der Form, in der die Anwendung ihn zerlegt hat: welche Lebensmittel zur Auswahl standen, welches gewählt wurde, auf welchem Weg und aus welchem Grund.

Wozu: Um deine Nährstoffbilanz zu berechnen und dir Tag, Woche und Monat anzuzeigen. Die mitgeführte Herkunft dient dazu, eine falsche Zuordnung später nachvollziehen zu können — ohne sie ließe sich eine Meldung von dir nicht mehr einordnen, weil sich Suche und Modell zwischenzeitlich ändern.

Grundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO und, weil es sich um Gesundheitsdaten handelt, deine ausdrückliche Einwilligung nach Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO.

3.3 Angaben zu deinem Körper

Was: Dein Gewicht als Verlauf mit einer Wiegung je Tag; dein Geschlecht; ob du menstruierst; dein Geburtsjahr; deine eigenen Ziele für Tagesenergie und Eiweiß.

Wozu: Um die Referenzwerte auf dich zu beziehen. Elf der 45 Nährstoffe haben nach den D-A-CH-Referenzwerten geschlechtsabhängige Werte; das Eiweißziel wird aus deinem Gewicht am jeweils angezeigten Tag gerechnet. Geburtsjahr und Gewicht werden erhoben, gehen aber derzeit in keinen anderen Wert ein — das steht auch in der Anwendung neben den Feldern.

Alle diese Angaben sind freiwillig. Trägst du nichts ein, rechnet die Anwendung mit den allgemeinen Referenzwerten weiter.

Grundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b und Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO.

3.4 Nahrungsergänzung

Was: Welche Präparate du nimmst, in welcher Menge, nach welchem Rhythmus und seit wann. Dazu die Tage, an denen du einen Eintrag ausgesetzt hast.

Wozu: Damit du sie nicht täglich neu eintragen musst und sie in der Bilanz mitgezählt werden — getrennt ausweisbar über den Schalter „mit / ohne Stack“.

Grundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b und Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO.

3.5 Eigene Lebensmittel, Vorlagen und das Zubereitungs-Gedächtnis

Was: Nährwerte, die du selbst von einem Etikett abgetippt hast; wiederkehrende Mahlzeiten, die du als Vorlage gespeichert hast; und die Zubereitungsform, die du zu einem Begriff zuletzt gewählt hast („Reis“ → gekocht).

Wozu: Damit die Anwendung dich nicht zweimal dasselbe fragt.

Grundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

3.6 Korrekturen im Bestätigungsschritt — nur mit deiner Einwilligung

Was: Wenn du im Bestätigungsschritt eine Zuordnung, eine Menge oder eine Zubereitung änderst, wird festgehalten, was vorher dastand und was du daraus gemacht hast. Der Satz, den du eingetippt hast, wird dabei nicht gespeichert.

Wozu: Um die Erkennung zu verbessern. Eine Korrektur, die beim Benutzen entsteht, ist die verlässlichste Rückmeldung, die wir bekommen können.

Grundlage: Deine Einwilligung, Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO.

Diese Sammlung ist aus, bis du sie einschaltest. Der Schalter steht auf der Konto-Seite und wirkt sofort in beide Richtungen. Schaltest du ihn aus, werden die bereits gesammelten Korrekturen gelöscht.

3.7 Meldungen über falsche Zuordnungen — nur auf Knopfdruck

Was: Wenn du an einer Zutat den Melden-Knopf drückst, senden wir: die Suchbegriffe und Mengen aus der Zerlegung, die Lebensmittel, die zur Auswahl standen, das gewählte, das von dir gemeinte, deinen Kommentar und die Fassung von Anwendung und Modell.

Den eingetippten Satz nur, wenn du den Haken dafür setzt. Der Haken trägt den Satz im Klartext daneben — du siehst also, was du freigibst. Der Dialog zeigt als Liste, was gesendet wird; was dort nicht steht, geht auch nicht raus.

Wozu: Um einen Fehlgriff nachvollziehen und beheben zu können.

Grundlage: Deine Einwilligung, Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO.

3.8 Zahl der Modellaufrufe

Was: Wie oft dein Konto an einem Tag die Spracherkennung oder die Satzzerlegung benutzt hat — eine Zahl je Tag, kein Inhalt.

Wozu: Um Missbrauch und unbeabsichtigte Kosten zu begrenzen.

Grundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Unser berechtigtes Interesse ist der Schutz des Dienstes vor automatisierter Nutzung.

3.9 Warteliste und Freischaltung

Was: Deine E-Mail-Adresse, der Zeitpunkt deiner ersten Anfrage und der Zeitpunkt deines letzten Anmeldeversuchs. Dazu gegebenenfalls eine interne Notiz zur Bearbeitung.

Mikrolot ist derzeit ein Test mit begrenzter Teilnehmerzahl. Wer ein Konto hat und noch nicht freigeschaltet ist, wird auf einer Warteliste vermerkt. Freigeschaltete Adressen stehen in einer zweiten Liste.

Wozu: Um Anfragen der Reihe nach zu bearbeiten und um zu wissen, wer den Dienst benutzen darf.

Grundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Maßnahmen auf deine Anfrage hin vor Abschluss eines Nutzungsverhältnisses).

Diese beiden Listen hängen an keinem Konto. Sie werden deshalb auch nicht gelöscht, wenn du dein Konto löschst — siehe Abschnitt 8.

3.10 Kontaktformular

Was: Deine E-Mail-Adresse (Pflicht, damit eine Antwort zurückkommen kann), dein Name (freiwillig) und deine Nachricht. Alles davon wird per E-Mail an uns weitergeleitet, nicht in einer Datenbank abgelegt.

Wozu: Um deine Anfrage zu beantworten.

Grundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO bei Anfragen zum Nutzungsverhältnis, sonst Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO — unser berechtigtes Interesse an der Beantwortung von Anfragen.

Ein verstecktes Feld im Formular dient der Abwehr automatisierter Einsendungen. Ist es ausgefüllt, wird nichts verschickt.

3.11 Zugriffsprotokolle und Schutz vor Missbrauch

Was: Beim Aufruf der Seite und der Programmschnittstellen entstehen bei unserem Hoster die üblichen Zugriffsprotokolle: IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufene Adresse, Statuscode, übertragene Datenmenge, Browserkennung.

Zusätzlich hält der Server eine Ratenschranke: Er zählt Aufrufe je IP-Adresse. Dieser Zähler liegt ausschließlich im Arbeitsspeicher und wird nirgends gespeichert — er ist mit dem nächsten Neustart weg.

Wozu: Betrieb, Sicherheit, Fehlersuche und Abwehr automatisierter Zugriffe.

Grundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.

4. Die Spracheingabe

Wenn du den Mikrofonknopf drückst, nimmt dein Browser auf und schickt die Aufnahme an unseren Server, der sie zur Umwandlung in Text an unseren KI-Dienstleister weiterreicht.

Drei Dinge dazu, weil sie leicht anders vermutet werden:

Der Knopf füllt nur das Eingabefeld — abgeschickt wird nichts von selbst. Du liest also, was verstanden wurde, bevor damit gerechnet wird. Wo Spracheingabe technisch nicht möglich ist oder du das Mikrofon nicht freigibst, erscheint der Knopf gar nicht erst.

Grundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b und Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO.

5. Was im Browser gespeichert wird — und warum es kein Cookie-Banner gibt

Wir setzen keine Cookies und binden keine Zählpixel, Schriftarten oder Skripte von fremden Servern ein. Es findet keine Analyse deines Verhaltens statt, weder durch uns noch durch Dritte.

Was wir benutzen, ist der lokale Speicher deines Browsers. Dort liegen:

Das ist technisch erforderlich, um den von dir ausdrücklich gewünschten Dienst bereitzustellen, und deshalb nach § 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDG nicht einwilligungsbedürftig. Ein Einwilligungsbanner wäre hier eine Frage ohne Gegenstand.

Zwei Hinweise, die dazugehören:

6. Wer die Daten außer uns verarbeitet

Wir setzen Dienstleister ein, die deine Daten ausschließlich weisungsgebunden in unserem Auftrag verarbeiten (Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO).

DienstleisterWofürWo verarbeitet wird
VercelBetrieb der Website und der SchnittstellenRegion Frankfurt
SupabaseKonto und DatenbankRegion Frankfurt
Mistral AIZerlegung deiner Sätze, Auswahl der Lebensmittelzeile, Schätzung fehlender Nährwerte, SpracherkennungEuropäische Union
ResendVersand der Kontobestätigungs- und Anmeldemails sowie der Nachrichten aus dem KontaktformularRegion Irland

Zum KI-Dienstleister im Einzelnen: Er erhält den Satz, den du eingetippt hast, und bei Spracheingabe die Tonaufnahme. Er erhält nicht deinen Namen, deine E-Mail-Adresse, dein Gewicht, deine Ziele oder deinen bisherigen Verlauf. Nach den Bedingungen des Anbieters werden Daten aus der kostenpflichtigen Schnittstelle nicht zum Training von Modellen verwendet.

Die Lebensmittelsuche selbst läuft vollständig in deinem Browser. Sie schickt nichts irgendwohin.

Darüber hinaus geben wir Daten nur weiter, wenn wir gesetzlich dazu verpflichtet sind.

7. Übermittlung in Drittländer

Die Verarbeitung findet in den oben genannten Regionen innerhalb der Europäischen Union beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraums statt.

Soweit an den genannten Dienstleistern Gesellschaften mit Sitz in den Vereinigten Staaten beteiligt sind, stützen wir eine mögliche Übermittlung auf die Standardvertragsklauseln der Europäischen Kommission nach Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO beziehungsweise auf einen Angemessenheitsbeschluss nach Art. 45 DSGVO (EU-US Data Privacy Framework), soweit der jeweilige Anbieter zertifiziert ist. Eine Kopie der Garantien erhältst du auf Anfrage unter der Adresse in Abschnitt 1.

8. Wie lange wir speichern

Was das Löschen deines Kontos nicht erreicht, und das gehört genannt:

Alles Übrige ist nach der Löschung nicht wiederherstellbar: Sämtliche Tabellen sind so eingerichtet, dass sie mit dem Konto mitgelöscht werden.

9. Deine Rechte

Du hast uns gegenüber die folgenden Rechte:

Zwei davon musst du nicht bei uns beantragen — sie sind eingebaut:

Beschwerderecht. Unabhängig davon kannst du dich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde beschweren (Art. 77 DSGVO). Für uns zuständig ist der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Ludwig-Erhard-Straße 22, 20459 Hamburg (datenschutz-hamburg.de). Du kannst dich auch an die Behörde deines Wohnorts oder Arbeitsplatzes wenden.

10. Einwilligungen widerrufen

Soweit wir uns auf deine Einwilligung stützen, kannst du sie jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis dahin erfolgten Verarbeitung bleibt davon unberührt.

11. Keine automatisierte Entscheidung im Einzelfall

Mikrolot benutzt ein Sprachmodell, um deinen Satz in Lebensmittel zu übersetzen. Das Modell rechnet nicht und entscheidet nichts über dich. Es schlägt vor, welche Zeile der Nährwertdatenbank gemeint sein könnte; die Auswahl bekommst du vor dem Rechnen zur Bestätigung vorgelegt, und du kannst sie ändern.

Eine automatisierte Entscheidungsfindung einschließlich Profiling im Sinne von Art. 22 Abs. 1 DSGVO — also eine Entscheidung mit rechtlicher Wirkung oder ähnlich erheblicher Beeinträchtigung — findet nicht statt.

Mikrolot ist kein Medizinprodukt und stellt keine Diagnose. Die Anwendung sagt „unter Referenz“ und nicht „Mangel“; ein Mangel wird im Blut festgestellt, nicht in einem Essensprotokoll. Empfohlen wird nichts — kein Präparat, keine Dosis, kein Zielgewicht. Ein Teil der Nährwerte ist geschätzt, und die Anwendung kennzeichnet jede einzelne solche Zeile.

12. Sicherheit

Die Verbindung zur Seite ist durchgehend verschlüsselt (TLS).

Dass du nur deine eigenen Daten siehst, entscheidet nicht der Anwendungscode, sondern die Datenbank selbst: Jede Tabelle mit Personenbezug ist mit „Row Level Security“ so eingerichtet, dass ein Zugriff ohne passende Kontokennung technisch ins Leere läuft. Ein vergessener Filter im Code reicht also nicht aus, um fremde Daten zu sehen.

13. Musst du diese Daten angeben?

Erforderlich sind nur deine E-Mail-Adresse und ein Anmeldeweg — ohne sie gibt es kein Konto.

Alles andere ist freiwillig: Was du isst, dein Gewicht, dein Geschlecht, dein Geburtsjahr, deine Ziele, dein Stack, die Korrektursammlung, jede Meldung. Trägst du nichts ein, funktioniert die Anwendung weiter; sie zeigt dann weniger und rechnet mit den allgemeinen Referenzwerten.

Ein Nachteil entsteht dir aus einer verweigerten Einwilligung nicht — bis auf den, dass die Anwendung dann weniger über deinen Tag sagen kann.

14. Änderungen dieser Erklärung

Mikrolot wird weiterentwickelt. Ändert sich, welche Daten entstehen oder wer sie verarbeitet, ändern wir diese Erklärung und passen das Datum oben an. Bei wesentlichen Änderungen — insbesondere solchen, die eine neue Einwilligung erfordern — weisen wir dich in der Anwendung darauf hin.