Makros

Omega-3 (EPA/DHA)

EPA und DHA sind die Omega-3-Fettsäuren aus fettem Seefisch — und der Wert, bei dem sich am meisten Halbwissen angesammelt hat. Deshalb der Reihe nach. Über Essen: Ein bis zwei Portionen Makrele, Hering, Lachs oder Sardine in der Woche decken den Bereich, den EFSA und WHO nennen. Dosenthunfisch zählt dabei kaum — er liefert etwa ein Achtel dessen, was Makrele liefert. Ohne Fisch führt der Weg über Algenöl und nicht über Leinöl: Weniger als 8 Prozent der pflanzlichen α-Linolensäure werden im Körper zu EPA und weniger als 4 Prozent zu DHA. Über Kapseln: In der bislang größten Studie dazu nahmen 25.871 Menschen ohne Herzerkrankung jahrelang 1 Gramm täglich — ohne jeden Unterschied bei Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Krebs. Die Studie, die einen Nutzen zeigte, verwendete ein verschreibungspflichtiges Medikament in vierfacher Menge bei bereits herzkranken Menschen unter Statinen. Und selbst dort traten Vorhofflimmern und Blutungen häufiger auf. Mehr ist bei diesem Wert also nicht besser. Zuletzt eine Einordnung zu dieser Speiche selbst: Eine Portion Makrele deckt rechnerisch zehn Tage, und die Fettsäuren bleiben monatelang in deinen Zellmembranen. Eine leere Speiche an einem fischlosen Tag bedeutet hier nichts — sieh dir lieber die Woche an.

Der Referenzwert

0,25 g Zufuhr je Tag aus Lebensmitteln, EPA und DHA zusammen Nutrition Research Reviews

Schätzwert für eine angemessene Zufuhr nach EFSA, Schätzwert für eine angemessene Zufuhr. Die EFSA nennt 250 mg EPA plus DHA je Tag für Erwachsene; die WHO nennt 250 bis 500 mg. Der Wert der App stimmt exakt. Zu beachten ist die Art der Zahl: ein Schätzwert für eine angemessene Zufuhr, kein nachgewiesener Bedarf. EPA und DHA sind nicht unentbehrlich im strengen Sinn — der Körper kann sie aus α-Linolensäure bilden, nur so schlecht, dass eine Zufuhrempfehlung sinnvoll ist. Für Schwangere und Stillende kommen 100 bis 200 mg DHA hinzu.

Wo der Wert langfristig liegen sollte

0,25 bis 0,5 g

Die Spanne folgt bewusst den Zufuhrempfehlungen für Lebensmittel und nicht den Mengen aus den Studien, die etwas gezeigt haben — und dieser Unterschied ist der ganze Inhalt dieses Eintrags. Bei 250 bis 500 mg je Tag liegt der Bereich, den EFSA und WHO nennen und den ein bis zwei Portionen fetter Seefisch je Woche im Mittel decken. Präparate in dieser Größenordnung sind in der Primärprävention geprüft worden und haben nichts erbracht: In der VITAL-Studie erhielten 25.871 Menschen 1 g je Tag über Jahre, ohne Unterschied bei schweren Herz-Kreislauf-Ereignissen oder Krebs. Was etwas erbracht hat, war ein verschreibungspflichtiges Präparat in vierfacher Menge bei einer ganz anderen Gruppe. Deshalb endet diese Spanne bei 0,5 g und nicht höher. EPA und DHA sind die einzigen Fettsäuren dieser Datei, für die ein etablierter Blutwert mit anerkannter Zielspanne existiert — der Omega-3-Index. Er misst den Anteil beider Fettsäuren an den Fettsäuren der roten Blutkörperchen und bildet damit die Versorgung der letzten Monate ab, nicht die des Vortags. Wenn diese App je Blutwerte aufnimmt, ist er unter allen Werten dieser Datei der lohnendste.

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Die Wirkung — was die Studien sagen

Woran es wirklich hängt

Omega-3-Index in % der Fettsäuren in den roten Blutkörperchen

Günstig: 8 bis 11 % der Fettsäuren in den roten Blutkörperchen

Der belastbarste Marker dieser Datei nach dem Ferritin bei den Mineralstoffen. Vorgeschlagen wurde 2004 eine Zielspanne von 8 bis 12 Prozent für ein vermindertes Risiko des plötzlichen Herztods; für 8 bis 11 Prozent ist eine niedrigere Gesamtsterblichkeit und ein geringeres Auftreten schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse beschrieben. Niedrige Werte gehen mit erhöhtem Risiko für plötzlichen Herztod einher, und zwar unabhängig von Blutfetten und Lipoproteinen. Sein Vorteil gegenüber der Zufuhrschätzung: Er misst, was tatsächlich angekommen ist, und mittelt über Monate. Der Index wird selten bestimmt und ist keine Kassenleistung. Und er bleibt ein Marker: Dass ihn zu heben die Endpunkte verbessert, ist die naheliegende Annahme — die großen Präparatestudien der Primärprävention haben sie nicht bestätigt. Omega-3 Index

Wo viel drinsteckt — die Vorschläge zum Nachlegen

Quelle der Gehalte: FoodData Central

Die Regeln zum Zubereiten

Was daran offen ist

Belege

  1. An overview of national and international long chain omega-3 polyunsaturated fatty acid intake recommendations for healthy populations
  2. Marine n−3 Fatty Acids and Prevention of Cardiovascular Disease and Cancer (2019)
  3. Cardiovascular Risk Reduction with Icosapent Ethyl for Hypertriglyceridemia (2019)
  4. Effect of Long-Term Marine ω-3 Fatty Acids Supplementation on the Risk of Atrial Fibrillation in Randomized Controlled Trials of Cardiovascular Outcomes: A Systematic Review and Meta-Analysis (2021)
  5. Omega-3 Index and Sudden Cardiac Death
  6. Conversion of α-linolenic acid in humans is influenced by the absolute amounts of α-linolenic acid and linoleic acid in the diet and not by their ratio
  7. FoodData Central

Stand der Recherche: 2026-08-16