Mineralstoffe

Zink

Zink hat den engsten Korridor von allen: Der Bedarf liegt bei 11 bis 16 mg, die Obergrenze schon bei 25 mg. Dazwischen liegt weniger als das Doppelte. Der Grund ist Kupfer — Zink und Kupfer nutzen im Darm denselben Weg, und dauerhaft zu viel Zink erzeugt einen Kupfermangel, der Blutbildung und Nerven schädigt und nicht immer zurückgeht. Aus dem Essen passiert das nicht; das Risiko liegt bei Präparaten, von denen viele 25 mg oder mehr je Tablette enthalten. Nach unten gilt: Wo dein Bedarf in der Spanne liegt, hängt davon ab, was du isst. Vollkorn, Hülsenfrüchte und Nüsse bringen Phytat mit, das Zink bindet — pflanzenbetont brauchst du eher 16 mg als 11.

Der Referenzwert

14 mg Zufuhr je Tag aus Essen und Präparaten zusammen, Männer — die Lage in der Spanne bestimmt die Phytatzufuhr

Empfohlene Zufuhr nach D-A-CH / DGE, Fassung 2019, Männer ab 19 Jahren bei mittlerer Phytatzufuhr. Zink ist der einzige Nährstoff dieser Liste, dessen Referenzwert nicht von Alter und Geschlecht abhängt, sondern davon, was sonst noch auf dem Teller liegt. Phytat aus Hülsenfrüchten, Vollkorn und Ölsaaten bindet Zink im Darm und senkt die Verfügbarkeit um bis zu 45 %. Die DGE nennt deshalb drei Werte je Geschlecht. Die App misst gegen 11 mg — das ist der Wert für niedrige Phytatzufuhr, also für eine fleischbetonte Kost mit wenig Vollkorn. Für die Zielgruppe dieser App ist das der falsche Wert: Wer sich pflanzenbetont mit viel Vollkorn und Hülsenfrüchten ernährt, hat eine hohe Phytatzufuhr und braucht 16 mg. Eine ausgewogene Mischkost nach den Regeln der DGE gilt als mittlere Phytatzufuhr: 14 mg für Männer, 8 mg für Frauen.

Wo der Wert langfristig liegen sollte

11 bis 16 mg

Bei Zink ist die Longevity-Spanne eng, und das liegt an einem Bauteil, das andere Mineralstoffe nicht haben: Zink und Kupfer teilen sich im Darm denselben Transportweg. Wer dauerhaft viel Zink aufnimmt, drückt damit die Kupferaufnahme — und ein Kupfermangel macht Blutbildungsstörungen und Nervenschäden, die nicht immer zurückgehen. Nach unten hin ist Zink für das Immunsystem, die Wundheilung und rund 300 Enzyme unentbehrlich; die koreanische Kohorte mit 143.050 Menschen fand oberhalb von etwa 8 mg je Tag eine niedrigere Gesamtsterblichkeit. Nach oben ist bei 25 mg Gesamtzufuhr Schluss. Zwischen Bedarf und Obergrenze liegt damit weniger als der Faktor zwei — der schmalste Korridor dieser ganzen Liste. Aus dem Essen praktisch nicht zu überschreiten. Das Risiko liegt vollständig bei Präparaten und Zinklutschtabletten — und dort ist es real, weil viele Produkte 25 bis 50 mg je Einheit enthalten und damit allein schon die Obergrenze für die Gesamtzufuhr ausschöpfen oder überschreiten.

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Die Wirkung — was die Studien sagen

Wo viel drinsteckt — die Vorschläge zum Nachlegen

Quelle der Gehalte: Nährwerttabellen (Bundeslebensmittelschlüssel, DGE, USDA FoodData Central) (2026)

In den Zeilen, mit denen Mikrolot rechnet

Die Regeln zum Zubereiten

Was daran offen ist

Belege

  1. Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr — Zink (2019)
  2. Dietary Zinc Intake and All-Cause and Cardiovascular Mortality in Korean Middle-Aged and Older Adults (2023)
  3. Dose–response relationship between multiple trace elements and risk of all-cause mortality: a prospective cohort study (2023)
  4. Dietary Antioxidants, Circulating Antioxidant Concentrations, Total Antioxidant Capacity, and Risk of All-Cause Mortality (2022)
  5. Zinc Toxicity: Understanding the Limits — Wiedergabe der EFSA- und SCF-Bewertung (2024)
  6. Zinc Toxicity: Understanding the Limits (2024)
  7. Zinc Supplementation-induced Copper Deficiency Myeloneuropathy: Another Relic of the COVID-19 Pandemic
  8. A Hematologic Twist: Zinc-Induced Copper Deficiency Mimicking Myelodysplastic Syndrome
  9. The effectiveness of high dose zinc acetate lozenges on various common cold symptoms: a meta-analysis (2015)
  10. Zinc Supplementation Reduces Common Cold Duration among Healthy Adults: A Systematic Review of Randomized Controlled Trials (2020)
  11. Nährwerttabellen (Bundeslebensmittelschlüssel, DGE, USDA FoodData Central) (2026)
  12. Reduction of the phytate content of bran by leavening in bread and its effect on zinc absorption in man (1985)
  13. A review of phytate, iron, zinc, and calcium concentrations in plant-based complementary foods used in low-income countries and implications for bioavailability (2010)
  14. Iron and zinc interactions in humans (1998)
  15. Cooking Losses of Minerals in Foods and Its Nutritional Significance (1990)

Stand der Recherche: 2026-08-15